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Gewitterangst bei Hunden, Teil 1.

Gewitterangst bei Hunden, Teil 1.

Eigentlich sind die Herren Hunde ja ausgesprochene Machos. Täglich rasen sie mit Muscle-Shirt und dicker Goldkette durch „ihr Revier“ (andere würden es „unser Dorf“ nennen) und zeigen den anderen vierbeinigen Bewohnern, wer hier der Chef ist. Es wird gegockelt, stolziert und laut gebellt.
Unabhängig davon, dass auch hinter diesem wichtigtuerischen Gehabe nichts Wirkliches steckt, gibt es eine Sache, die aus den Angebern wirkliche Angsthasen machen: Gewitter!

Und das beginnt nicht erst mit dem Gewitter, sondern auch schon Stunden vorher, nämlich sobald sich der Luftdruck verändert und damit ein Gewitter angekündigt wird.

Wer also in meiner Umgebung wissen will, ob in den nächsten zwei Stunden ein Gewitter naht, kann mich jederzeit anrufen. Meine Gewitter-Hunde-Frösche, zeigen Beide zuverlässig an.

Sobald sich das Unwetter nähert, wird gehechelt, gezittert und zur Not auch leise gejammert. Sobald es dann losgeht, rettet sich William gerne ins Badezimmer. In die sonst gehasste Dusche. Aber aus irgendeinem Grund wird diese Dusche ganz toll, sobald es gewittert.

Voltaire dagegen will dann sofort auf meinen Arm. Das geht nicht immer und ausserdem sind 18 kg auch kein Zuckerschlecken. Schon gar nicht, wenn sie zittern wie Espenlaub.

So habe ich schon alle möglichen Dinge ausprobiert: Mozart-Beschallung, Thundershirt, Gewöhnung durch Gewitter-CD (die interessiert die Herren gar nicht) und ich versuchte sogar schon einmal ihnen zur Beruhigung Alkohol einzuflössen. Jedoch: Die Herren sind Anti-Alkoholiker. No way, dass das Zeug über ihre Zunge kommt.

Und bevor ich hier nun wegen Tiermisshandlung angezeigt werde: Wir sprechen über Alkoholmengen in homöopathischen Dosen – Teelöffeln, in diesem Fall.

Apropos Homöopathie: Da habe ich, trotz meiner Ausbildung, bei den Jungs auch keinen Erfolg, wenn es um das böse Unwetter geht.

Nun arbeite ich ja auch seit einiger Zeit mit ätherischen Ölen. Und probierte vor einiger Zeit schon ein beruhigendes Öl aus. Bei William brachte es gar nichts, bei Voltaire reduzierte sich zumindest das Herzrasen auf eine gefühlte Berliner Clubnacht. Immerhin.

Aber natürlich probierte ich weiter. Und vor kurzem wurde mir ein Mischung in die Hand gedrückt, die ich auch prompt testen durfte.

Auf dem Rückweg aus einem Restaurant überfiel uns ein Gewitter. Überraschen konnte es uns ja nicht, da die Herren bereits zwei Stunden lang zitterten. Wir liefen also durch Regen und Sturm, kamen klitschnass Zuhause an und während die Jungs jammerten, fiel mir das Öl ein. Ich verrieb einen Tropfen zwischen meinen Händen und strich beiden über den Kopf. Bei Voltaire passierte genau nix. William dagegen legte sich hin… und schlief ein. Mitten im tollsten Gewitter.

Nun bin ich ja von Natur aus eher misstrauisch. Aber da das Wetter nett zu mir sein wollte, gewitterte es 2 Tage später gleich wieder (ich entschuldige mich dafür bei meiner Umwelt). Mit einem ähnlichen Erfolg: Auch wenn William nicht schlief, so wurde er doch merklich ruhiger.

So warte ich nun aufs dritte Gewitter – um irgendwann einmal in meiner Aussage statistisch relevant zu sein. Und teste weitere Öle an Voltaire. Denn offensichtlich reagieren Hunde nicht alle gleich auf die unterschiedliche Öle. Aber ich habe ja noch einige in petto, die mich hoffen lassen.

Ausserdem sind wir seit einigen Tagen stolze Besitzer des reloxopet – dog. Auch der wird getestet. Und das wird dann spätestens der 2. Teil.

 

 

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